Montag, 19. Oktober 2009
youtube (Violin lessons)
Gestern war violinfreier Tag. Dafür hatte ich mir ein Konzert in Eschwege angehört. War sehr schön! Heute habe ich ein bisschen im Internet gesucht...da gab's einen Tipp mal sein Glück auf youtube zu versuchen. Hab ich gleich gemacht und...potzblitz..."violin lessons"! Also dann...ist zwar auf englisch, macht aber nichts. Jetzt guck ich mal ein bisschen Video :-)
Tja...an den ersten Tagen hatte ich den "Frosch" geschickt mit Daumen und Zeige- sowie Mittelfinger umfangen. Scheint vollkommen falsch zu sein. Fühlte sich aber gut an. Mmmm...ob die Streicherszene seit Jahrhunderten da etwas falsch macht? Ich hab jedenfalls meine Chance, eine vollkommen neue Bogentechnik zu entwickeln leichtsinnig vertan. Albernes Sicherheitsdenken vorschützend befingere ich den Frosch jetzt nicht mehr. Heute wieder die Saiten gestimmt, Kolophonium auf den Bogen und die vier Töne gestrichen. Das "g" klingt sehr brummkratzig, dafür ist das "e2" mit der Spitze des Bogens erzeugt schon auf dem Weg zu einem luftig leichten Ton...also in Relation zum "g" jedenfalls. Schluss für heute, jetzt wird das Saxofon ausgepackt und ab gehts zur "Bad Orb, bad Orb"-Probe und vielleicht auch zu "St. Tropez".

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Samstag, 17. Oktober 2009
Das erstemal mit einem Bogen
Zufällig war heute noch eine Verstärkeranlage da. Also Lautsprecherboxen auf den Subwoofer gestellt, angeschlossen, Strom drauf. Dann Kabel in die Violine, anderes Ende in den Verstärker. Klingt wie eine Gitarre :-) Endlose Minuten ziehen sich, bis durch mehr oder weniger sensibles Zupfen und Betrachten des Stimmgerätzeigers eine ungefähre Stimmung hergestellt ist. Meine ich dass nur oder hält diese Stimmung nicht lange? Meine Ohren hören so etwas ähnliches wie Quinten. Die Bedienungsanleitung schreibt, dass die linke Saite bzw. die dickste, ein kleines g ist, dann kommt ein d1, ein a1 und schließlich ein e2. Naja...die Praxis klingt nun irgendwie ähnlich. Die Schulterstütze mitsamt dem Rest der Violine habe ich nun noch tiefer am Kinn als am Vortag, jetzt kann ich durch Augen verdrehen sogar das Griffbrett sehen. Nun kommts! Der Bogen wird gespannt, so dass mein kleiner Finger in der Mitte fast berührungslos zwischen den "Steg" (oder so ähnlich) und die "Haare" passt. Das ist mir auch nicht klar. Darf der kleine Finger nun die Teile berühren oder muss da noch ein Hauch Luft dazwischen sein?
Kollophonium auf den Bogen...am Anfang reichlich davon hat mir Sue gesagt...also eine Zeit lang den Bogen über das Kollophonium geschabt. Wie fest muss ich denn diesen Bogen auf das Kollophonium drücken? Egal, einfach mal hin und her und hin und her...dann den Bogen auf die tiefste Geigensaite gelegt und geschoben...mmmhhh...ein Geräusch ist zu vernehmen. Nun den Bogen gezogen...wieder ein Geräusch. Freude!
Das erste Geräusch ist da! Hurrah! Fortschritt!
Dann kreiseln die Gedanken im Kopf, ob ich den Bogen mit seinem Eigengewicht auf die Saiten lege oder nicht. Ist das zuviel oder zuwenig oder gerade richtig? Komplex! Ich vermute ja, dass mit dem "Wie fest soll der Bogen auf die Saite gedrückt werden" muss sich jede Millisekunde ändern, oder auch nicht?
Nun die nächst dünnere Saite mit dem Bogen angepeilt.
Klappt nicht, ich erwische zwei Saiten gleichzeitig. Cool! Zweistimmig im quintähnlichen Abstand. Ob Paganini dass auch bei seinen ersten Versuchen schon geschafft hat? Oder ob dass der typischste der typischsten Anfängersounds ist. Keine Ahnung...heimlich vermute ich allerdings eher die Anfängersoundvariante.
Jetzt klappts. Wieder ein Geräusch, diesmal tonähnlicher. Die nächste Saite und dann schließlich die höchste Saite. Ich hatte mal gesehen, wie Geiger den Bogen in die Höhe stoßen und dann von der Saite lösen. Hab ich auch grad probiert. Sieht enorm cool aus! Schade, dass niemand mit einem Fotoapparat da ist.
Puuhh! Erste tonähnliche Geräusche hergestellt. Stolz!

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Samstag, 17. Oktober 2009
Der zweite Tag
Heute (Freitag, der 16.10.2009) hatte ich bei Sue angerufen. Sie ist aus Auckland (Neuseeland) und kann echt gut Violine spielen. Leider hatte sie keine Zeit mir live etwas zu erklären, da sie um 17 Uhr nach Madrid flog :-(
Aber immerhin erwähnte sie, dass die Bogenspannung so sein sollte, dass der kleine Finger noch durchpasst. Na also! Langsam häuft sich da ein interessantes Wissen an!

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Der Kauf
Gesehen hatte ich den offenen Koffer schon Tage vorher im Musikhaus CRUSIUS in Darmstadt. Am 15.10.2009 kaufte ich mir zuerst eine Bedienungsanleitung (Violin Basic mit CD von Christine Galka für 12,95€) und kurz darauf eine "Silent Violine EVN-4/4 MBK metalic" (179€):
* Silent-Violine 4/4 mit Pickup
* Korpus: Ahorn, massiv
* Saitenhalter mit 4-Feinstimmern
* 2-Band EQ u. Lautstärke-Regelung
* eingebauter Kopfhörer-Vorverstärker
* 6,3 mm Standard-Ausgang u. Kopfhörer-Ausgang:
3,5 mm Miniklinke
* Softcase m. Gurt
* Bogen
* Kolophonium
* Stereo-Kopfhörer
* 9 V Batterie
* Farbe: Schwarz Metallic

Na gut... heute (16.10.2009) sehe ich im allwissenden World Wide Web, dass diese Violine bei "music world" für 125€ zu haben ist.
Das hat man nun von Spontankäufen! Quasi 43% mehr bezahlt. Ob das Musikhaus CRUSIUS das weiss und mich quasi abgezockt hat?

Gestern Abend probierte ich dann das Einstimmen mit einem Stimmgerät. Bei einer nicht akustischen Violine ist das so eine Sache..weil das Stimmgerät ja eigentlich "nichts hört".
Irgendwie hat es aber doch etwas angezeigt. Ich hab der Sache nicht wirklich getraut und kurz mal mit unserem Klavier verglichen. Klang aber schon ähnlich. Also drehte ich oben an den "Stimmschrauben" (die Großen) und als ich die Stimmschraube losließ...drehte sie sich wieder zurück.
Erster Ärger kam auf.
Bei der nächsten Stimmschraube war das nicht ganz so, die war irgendwie fester und hielt auch. Es hat dann etwas gedauert bis ich herausfand, dass man nach dem Drehen diese "Schraube" hineinstecken muss, damit sie fest bleibt. Sowas!
Dann justierte ich die Stimmung mit der "Stimmschraube" und war gleich mal zwei bis drei Halbtöne höher, obwohl ich nur ein bisschen drehte. Merkwürdig...bis ich am anderen Ende der Saiten ein winziges Rädchen entdeckte. Das war wohl die Feinabstimmung.
Und jetzt, wie halte ich eine Violine?
Und tatsächlich nützte es nichts, Geiger live gesehen zu haben. Hat einfach nicht so richtig geklappt. Ich wollte schon diese dubiose Schulterstütze verdrehen, schaute aber vorher in die Bedienungsanleitung. Ahh...Violine über den Kopf halten, dann runter am Ohr, dann auf die Schulter legen und leicht nach vorn kippen, so dass das Schlüsselbein berührt wird und dann mit dem Kinn auf die Schulterstütze.
Woww!
Ich kam mir gleichzeitg unbeholfen und ratlos als auch genial vor, da ich ja immerhin dass mit dem Reinstopfen der "Stimmschraube" selbsttätig entdeckt hatte.
Das Einstimmen hatte ich mittlerweile sozusagen auf die nächsten Tage verschoben. Aber mit dem Bogen wollte ich schon mal über die Saiten streichen. Mmmm...der brachte die Saiten aber irgendwie nicht zum Schwingen. Also Kolophonium (gelbes bis braunschwarzes Baumharz mit muscheligem Bruch und Glasglanz. Der Name ist von der lydischen Stadt Kolophon abgeleitet, die als antikes Handelszentrum für Kolophonium gilt) drauf. Aber anscheinend viel zu wenig. Ist echt komplex, weil ich überhaupt kein Gefühl dafür hatte, wieviel davon auf den Bogen muss.
Deshalb beschloss ich, alles wieder einzupacken und am nächsten Tag Sue anzurufen.

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